Konsolidierungskreis

Entwicklung des Konsolidierungskreises

Zum 31. März 2016 wurden insgesamt 307 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2015: 307 Gesellschaften). Davon wurde unverändert zum 31. Dezember 2015 ein Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit gemäß IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig einbezogen. Ferner sind vier Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2015: drei Gemeinschaftsunternehmen) und vier assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2015: vier assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden.

Akquisitionen, Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft

Akquisitionen

Im Rahmen der globalen Kaufpreisallokation der im Juli 2015 erworbenen SeedWorks India Pvt. Ltd., Indien, führten bessere Informationen über die akquirierten Vermögenswerte im 1. Quartal 2016 zu einer Verringerung der immateriellen Vermögenswerte sowie zu einer korrespondierenden Erhöhung des Goodwills in der Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus reduzierte sich der Kaufpreis um 2 Mio € durch die finalen Kaufpreisverhandlungen.

Die genannte und weitere kleinere Anpassungen der Kaufpreisaufteilung aus Transaktionen der Vorjahre wirkten sich zum jeweiligen Erwerbs- und Anpassungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden des Konzerns im 1. Quartal 2016 wie folgt aus und führten unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Mittelabfluss:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bei Erwerb sowie Anpassungen

 

 

Q1 2016

 

 

in Mio €

Geschäfts- oder Firmenwert

 

12

Patente und Technologien

 

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

 

−23

Sachanlagen

 

Vorräte

 

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

Aktive latente Steuern

 

Pensionsrückstellungen u. ä. Verpflichtungen

 

1

Sonstige Rückstellungen

 

Finanzverbindlichkeiten

 

Sonstige Verbindlichkeiten

 

Passive latente Steuern

 

8

Nettovermögen

 

−2

Veränderungen in den Anteilen anderer Gesellschafter

 

Kaufpreis

 

−2

Nettoabfluss aus Akquisitionen

 

−2

Änderung der Kaufpreisallokation im Vorjahr

Die globale Kaufpreisallokation für das 2014 erworbene Consumer-Care-Geschäft von Merck & Co., Inc., USA, wurde im September 2015 abgeschlossen. Hieraus ergab sich für das 1. Quartal 2015 eine Erhöhung von aktiven latenten Steuern um 957 Mio € sowie eine korrespondierende Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwertes um 926 Mio € in der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern um 31 Mio €. Diese Änderung führte für das 1. Quartal 2015 zu einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie um 0,04 € auf 1,56 € für das fortzuführende Geschäft.

Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft

Am 4. Januar 2016 wurde der Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts für rund 1 Mrd € an Panasonic Healthcare Holdings Co., Ltd., Tokio, Japan, abgeschlossen. Der Verkauf umfasst die führenden Contour™-Blutzuckermessgeräte und -sensoren, weitere Blutzuckermesssysteme wie Breeze™2 und Elite™ sowie Microlet™-Stechhilfen.

Die genannte Desinvestition wirkte sich im 1. Quartal 2016 wie folgt aus:

Desinvestitionen

 

 

Q1 2016

 

 

in Mio €

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

 

183

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

 

−112

Veräußertes Nettovermögen

 

71

Der Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts umfasst zudem weitere signifikante Leistungsversprechen von Bayer, die über einen Zeitraum von zwei Jahren nach dem Verkaufszeitpunkt erfüllt werden. Der Veräußerungserlös wird entsprechend über zwei Jahre realisiert und als Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften dargestellt. In der Bilanz wurde ein Abgrenzungsposten angesetzt, welcher im Zuge der Erbringung der Leistungen aufgelöst wird. Im 1. Quartal 2016 wurde hieraus ein Betrag von 125 Mio € in den Umsatzerlösen erfasst. Der Abgang des Nettovermögens von 71 Mio € wurde entsprechend in den Herstellungskosten gezeigt.

Die über die nächsten zwei Jahre zu erbringenden Leistungen im Zuge der Veräußerung des Diabetes-Care-Geschäfts werden ebenso als nicht fortgeführtes Geschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Im 1. Quartal 2016 entstanden hieraus Umsatzerlöse in Höhe von 24 Mio €. Die Angaben erfolgen aus Sicht des Bayer-Konzerns und enthalten keine eigenständige Darstellung der entsprechenden Aktivitäten, wodurch ein Vergleich mit den aus operativen Produktverkäufen entstandenen Umsatzerlösen im 1. Quartal 2015 nicht möglich ist.

Die Bilanzposten aus dem Diabetes-Care-Geschäft werden als Teil der sonstigen Segmente in der Segmentberichterstattung dargestellt. In der Bilanz sind neben dem oben genannten Abgrenzungsposten (833 Mio €) sonstige Forderungen (netto: 64 Mio €), aktive latente Steuern (netto: 89 Mio €) und Ertragsteuerverbindlichkeiten (20 Mio €) enthalten.

Im Einzelnen setzt sich das Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft wie folgt zusammen:

Gewinn- und Verlustrechnung aus nicht fortgeführtem Geschäft

 

 

Q1 2015

 

Q1 2016

 

 

in Mio €

 

in Mio €

1

EBIT = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern

Umsatzerlöse

 

238

 

149

Herstellungskosten

 

−90

 

−96

Bruttoergebnis vom Umsatz

 

148

 

53

Vertriebskosten

 

−85

 

−3

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−10

 

−2

Allgemeine Verwaltungskosten

 

−12

 

−7

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

 

13

 

2

EBIT1

 

54

 

43

Finanzergebnis

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

54

 

43

Ertragsteuern

 

−9

 

−4

Ergebnis nach Ertragsteuern

 

45

 

39

Das nicht fortgeführte Geschäft wirkte sich auf die Kapitalflussrechnung des Bayer-Konzerns wie folgt aus:

Kapitalflüsse aus nicht fortgeführtem Geschäft

 

 

Q1 2015

 

Q1 2016

 

 

in Mio €

 

in Mio €

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)

 

47

 

819

Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit

 

 

Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

 

−47

 

−819

Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente