Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen

Das EBIT (Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis), das nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert ist, wird durch einmalige Sondereffekte sowie durch Abschreibungen und Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beeinflusst. Um die Auswirkungen dieser Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit zu beleuchten und die Vergleichbarkeit der operativen Ertragskraft im Zeitablauf zu ermöglichen, ermitteln wir zusätzliche Kennzahlen – EBITDA, EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen sowie EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen – , die ebenfalls nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind.

  • Das EBITDA (EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen) dient der Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit ohne Einfluss von Abschreibungen und Wertaufholungen.
  • Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen zeigen die Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit ohne den Einfluss von Sondereinflüssen – einmaliger, in ihrer Art oder Höhe nicht regelmäßig wiederkehrender Effekte. Zur Ermittlung werden EBIT und EBITDA um Sonderaufwendungen erhöht und um Sondererträge reduziert. EBIT vor Sondereinflüssen und EBITDA vor Sondereinflüssen gelten als steuerungsrelevante Kennzahlen für Bayer.
  • Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen – die sich aus der Division des EBITDA vor Sondereinflüssen durch die Umsatzerlöse ergibt – dient als relative Kennzahl zum internen und externen Vergleich der operativen Ertragskraft.
Überleitung Sondereinflüsse

 

 

EBIT Q1 2015

EBIT Q1 2016

 

EBITDA Q1 2015

EBITDA Q1 2016

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Vorjahreswerte angepasst

Vor Sondereinflüssen

 

2.188

2.607

 

2.941

3.404

Pharmaceuticals

 

−24

−231

 

−24

Restrukturierung

 

−9

−2

 

−9

−2

Rechtsfälle

 

−13

2

 

−13

2

Integrationskosten

 

−2

 

−2

Außerplanmäßige Abwertungen / Aufwertungen

 

−231

 

Consumer Health

 

−89

−32

 

−89

−19

Restrukturierung

 

−14

 

−1

Integrationskosten

 

−89

−18

 

−89

−18

Crop Science

 

−47

−3

 

−42

−3

Rechtsfälle

 

−1

−3

 

−1

−3

Desinvestitionen

 

−46

 

−41

Animal Health

 

−32

−1

 

−10

−1

Restrukturierung

 

−32

−1

 

−10

−1

Überleitung

 

−10

−5

 

−10

−5

Restrukturierung

 

−10

−5

 

−10

−5

Covestro

 

−42

 

−21

Restrukturierung

 

−42

 

−21

Summe Sondereinflüsse

 

−244

−272

 

−196

−28

davon Herstellungskosten

 

−186

−183

 

−143

−8

davon Vertriebskosten

 

−26

−41

 

−21

−5

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−2

−35

 

−2

−2

davon Allgemeine Verwaltungskosten

 

−20

−13

 

−20

−13

davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

−10

 

−10

Nach Sondereinflüssen

 

1.944

2.335

 

2.745

3.376

Die Abschreibungen stiegen im 1. Quartal 2016 um 30,0 % auf 1.041 Mio € (Vorjahr: 801 Mio €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 668 Mio € (Vorjahr: 424 Mio €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 373 Mio € (Vorjahr: 377 Mio €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 260 Mio € (Vorjahr: 48 Mio €) enthalten, von denen 244 Mio € (Vorjahr: 48 Mio €) als Sondereinflüsse erfasst wurden.