Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

1. Quartal 2016

Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal 2016 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 3,2 % auf 11.941 Mio € (nominal: +0,5 %). Davon entfielen 1.367 Mio € auf Deutschland.

Pharmaceuticals steigerte die Umsätze wpb. erfreulich um 12,2 % auf 3.889 Mio €, im Wesentlichen aufgrund der sehr guten Entwicklung unserer neueren Produkte. Der Umsatz von Consumer Health erhöhte sich wpb. um 2,2 % auf 1.520 Mio €. Auch Crop Science konnte das Geschäft trotz eines weiterhin schwachen Marktumfelds wpb. um 1,2 % auf 3.023 Mio € ausweiten. Bei Animal Health stieg der Umsatz wpb. um 8,8 % auf 408 Mio €. Insgesamt belief sich der Umsatz der Life-Science-Bereiche auf 9.091 Mio € (wpb. +5,9 %). Der Umsatz von Covestro lag mit 2.850 Mio € wpb. 4,7 % unter Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich deutlich um 15,7 % auf 3.404 Mio €. Alle Segmente trugen zu diesem Anstieg bei. Der guten Geschäftsentwicklung standen höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei Pharmaceuticals und Crop Science sowie negative Währungseffekte von etwa 60 Mio € gegenüber.

Bei Pharmaceuticals verbesserten wir das EBITDA vor Sondereinflüssen um 16,2 % auf 1.261 Mio €, vor allem bedingt durch die sehr gute Entwicklung unserer neueren Produkte. Consumer Health erhöhte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 3,8 % auf 383 Mio €. Bei Crop Science stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,3 % auf 1.106 Mio €; bei Animal Health um 19,6 % auf 122 Mio €. Insgesamt erreichten die Life-Science-Bereiche ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2.900 Mio € (+15,2 %). Auch Covestro verzeichnete einen signifikanten Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen um 18,9 % auf 504 Mio €. Das Ergebnis der Überleitung erhöhte sich deutlich gegenüber dem Vorjahresquartal, im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Aufwendungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung.

Das EBIT des Bayer-Konzerns steigerten wir kräftig um 20,1 % auf 2.335 Mio € (Vorjahr: 1.944 Mio €). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 272 Mio € (Vorjahr: 244 Mio €). Diese entfielen im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 231 Mio €, Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 18 Mio € sowie Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 16 Mio €.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –315 Mio € (Vorjahr: –274 Mio €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 2.020 Mio € (Vorjahr: 1.670 Mio €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 478 Mio € (Vorjahr: 375 Mio €) sowie nach Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 1. Quartal 2016 ein Konzernergebnis von 1.511 Mio € (Vorjahr: 1.334 Mio €). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,83 € (Vorjahr: 1,62 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg um 13,9 % auf 2,37 € (Vorjahr: 2,08 €).

Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft des 1. Quartals 2016 erhöhte sich vor allem geschäftsbedingt um 28,1 % auf 2.576 Mio € (Vorjahr: 2.011 Mio €). Der Netto-Cashflow (gesamt) wurde durch eine erhöhte Mittelbindung im Working Capital belastet, stieg aber vor allem durch den Zufluss aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts um 82,6 % auf 1.322 Mio € (Vorjahr: 724 Mio €). Im 1. Quartal 2016 zahlten wir Ertragsteuern in Höhe von 549 Mio € (Vorjahr: 444 Mio €).

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich um 1,1 Mrd € von 17,4 Mrd € am 31. Dezember 2015 auf 16,3 Mrd € am 31. März 2016. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 10,8 Mrd € auf 13,3 Mrd €, vor allem aufgrund von gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland und den USA.

Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns verringerte sich zum 31. März 2016 gegenüber dem 31. März 2015 um 1,3 % auf 116.482 Mitarbeiter (Vorjahr: 117.987 Mitarbeiter). Der Personalaufwand verringerte sich im gleichen Zeitraum um 1,5 % auf 2.838 Mio € (Vorjahr: 2.880 Mio €).